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Was eine Zupfbürste macht

Eine Zupfbürste, im Salon Slicker genannt, ist das Grundwerkzeug für jedes Fell ab mittlerer Länge. Feine, gebogene Edelstahlstifte greifen unter die Deckhaare, lösen lose Unterwolle und beginnende Knoten und richten das Fell auf. Ohne Zupfbürste bleibt die abgestorbene Wolle im Fell, verdichtet sich und wird zu Filz. Mit Zupfbürste bleibt das Fell luftig, die Haut bekommt Luft, und die Haare landen in der Bürste statt auf dem Sofa.

Tauro Pro Line baut Zupfbürsten in zwei Materialien: Kunststoffkörper für den Alltag und Hartholz mit gummiertem Griff für den Salon. Beide haben elastische Polster, Stifte im Winkel von 135° und eine antistatische Beschichtung. Der Unterschied liegt in Kopfform, Stiftlänge und Stifthärte, und genau daran entscheidet sich, welche Bürste zu deinem Tier passt.

In drei Schritten zur richtigen Bürste

1. Stiftlänge nach Felllänge

Stiftlänge Fell Typische Rassen
11 mm kurz bis mittellang, Welpen, Katzen, Gesicht und Pfoten Yorkshire, Malteser, Bichon, Katzen
20 mm mittellang, lockig, tägliche Pflege Pudel, Doodle, Cocker, Shih Tzu, Coton de Tuléar
25 mm lang, dicht, viel Unterwolle Golden Retriever, Collie, Neufundländer, Maine Coon

2. Stifthärte nach Haut

Weich für Katzen, Welpen, empfindliche Haut und feines Fell. Hart für dichte Unterwolle, Fellwechsel und festere Knoten. Bei der gebogenen Kunststoffbürste erkennst du die Härte an der Farbe: Lila und Pink sind weich, Türkis ist hart. Bei der kompakten Bürste wählst du die Härte direkt als Option. Alle Holz-Zupfbürsten haben weiche Stifte.

3. Kopfform nach Einsatz

Gebogen folgt der Körperkontur, für Rücken, Flanken und Läufe. Flach rechteckig für gleichmäßige Flächen und die klassische Salonarbeit. Rund für Gesicht, Ohren, Achseln und Pfoten. Mini für Bart, Zehen und Katzenkopf.

Zupfbürsten aus Kunststoff

Leicht, günstig, robust. Die Wahl für die tägliche Pflege zu Hause.

Zupfbürsten aus Holz

Hartholzgriff mit gummierter Beschichtung, leichter und griffiger als Kunststoff. Die Wahl für lange Pflegeeinheiten und für alle, die Salonwerkzeug zu Hause wollen.

Nach dem Zupfen: die Pin-Bürste

Eine Zupfbürste löst, eine Pin-Bürste glättet. Nach dem Zupfen bürstest du das Fell mit den langen, abgerundeten Stiften der Pin-Bürste bis zur Haut durch, legst es in Wuchsrichtung und massierst dabei die Haut. Für die tägliche Runde zwischen den gründlichen Zupf-Terminen reicht die Pin-Bürste oft allein.

Schnellempfehlung

  • Katze oder Welpe: Holz rund oder Holz rechteckig S, 11 mm, weich.
  • Coton de Tuléar, Malteser, Shih Tzu, Havaneser: Kunststoff kompakt weich oder Holz rechteckig S, 20 oder 11 mm.
  • Pudel, Doodle, Spaniel: Kunststoff gebogen Lila 20 mm oder Holz gebogen M.
  • Retriever, Collie, Berner im Fellwechsel: Kunststoff gebogen Türkis 25 mm oder Holz gebogen L, davor der Unterwollrechen.
  • Kurzhaar: keine Zupfbürste, sondern eine Bürste aus der Prestige Collection.

Häufige Fragen

Wie oft zupfen? Bei mittellangem Fell zwei- bis dreimal pro Woche, bei langem Fell täglich fünf Minuten. Weniger oft und dafür gründlich ist besser als täglich oberflächlich.

Kratzt eine Zupfbürste die Haut? Nur mit Druck. Die Bürste liegt mit ihrem Eigengewicht auf, das Handgelenk bleibt locker. Wenn die Haut nach dem Bürsten rot ist, war der Druck zu hoch oder die Stifte zu lang für das Fell.

Weich oder hart, wenn ich unsicher bin? Weich. Harte Stifte lohnen sich nur bei dichter Unterwolle, und die erkennst du daran, dass im Fellwechsel ganze Büschel herauskommen.

Holz oder Kunststoff? Funktional gleich. Holz ist leichter, griffiger und hält länger, Kunststoff ist günstiger und unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Reicht eine Zupfbürste allein? Für mittellanges Fell ja. Bei langem Fell kommt eine Pin-Bürste zum Glätten dazu, bei viel Unterwolle im Fellwechsel der Unterwollrechen davor.

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